Im Dezember 2018 saß ich in meiner eigentlich schönen Wohnung und dachte mir, dass es vielleicht ganz nett wäre ein paar Kleinigkeiten zu ändern. Aus den Kleinigkeiten wurde schlussendlich eine komplette Renovierung der Wohnung, die exakt ein Jahr dauerte. Für alle ungeduldigen – die fertigen Fotos findet ihr ganz unten.

Alles raus

Den Entschluss gefasst, musste im Jänner erst mal alles raus – und damit meine ich wirklich ALLES. Sämtliche Möbel, Lampen, elektronische Geräte, der komplette Parkettboden sowie die Küche inklusive Fliesen. Wäre mir bewusst gewesen, welchen Aufwand das ganze bedeutet, hätte ich es wohl kaum durchgezogen. In meinem Kopf hatte ich einen ungefähren Plan, wie alles werden sollte. Minimalistisch, clean, Eiche – schwarz – weiß. Jedes Möbelstück sollte einen Nutzen haben, nichts sollte unnötig gekauft werden.

Konsequent und Schritt für Schritt wurde also alles rausgerissen und verkauft, neue Dosen und Kabelkanäle verlegt (danke Papa) und alle übrig gebliebenen Dinge in Kartons gepackt. Ohne Küche, ohne Boden und ohne Bett lebte ich so einige Wochen in einer Baustelle. Geblieben sind lediglich mein Piano, meine Matratze, meine Couch und das geliebte Afremov Gemälde.

Neuer Anstrich, neuer Parkett

Dann ging es endlich los. Die Wohnung wurde neu ausgemalt, dann der Boden aufnivelliert und anschließend in der gesamten Wohnung, auch in der Küche, ein Eiche Rustikal Parkett samt weißen Sesselleisten verlegt.

Neue Küche

Zeitgleich wurde die neue Küche eingebaut. Dass ich zwei Wochen später einen Wasserschaden hatte und ein Stück des neuen Parketts im Eimer war ignorieren wir mal dezent. „Wie kann man nur eine schwarze Küche kaufen“ fragte mich ein jeder Kopfschüttelnd. Bis heute bin ich aber sehr zufrieden damit – da sie optisch einfach zur Linie der gesamten Wohnung passt. Für das Licht sorgt neben eingebauten Spots eine Designer Hängelampe, die so aussieht, als würden Wassertropfen vom Glas abperlen.

Unterhaltung – Sonos, Samsung the Frame

Für Unterhaltung sorgt ein neuer Samsung The Frame TV, mit dem ich mehr als nur zufrieden bin. Damit keine Kabeln zu sehen sind, wurde in die Stahlbetonwand (….) ein Kabelkanal gestemmt. Läuft kein Fernsehbild, sieht der Fernseher aus wie ein Bilderrahmen samt beliebig einstellbarem Gemälde. Schön dezent und minimalistisch – dem Stil der Wohnung entsprechend. Für den Ton sorgen in der gesamten Wohnung Sonos Boxen – die mit dem Fernseher als auch mit Youtube, Spotify oder Sonstigen Apps bespielt werden können. Insgesamt 6 Stück inklusive Sonos Soundbar. Da man alle Boxen zusammenschalten kann, ergibt das in der ganzen Wohnung einen tollen Sound. Im Schlafzimmer kommt noch ein kleiner Nebula Beamer zum Einsatz. Für Sauberkeit sorgt ein Rumba Staubsaugerroboter. Auf weitere Smarthome Elemente habe ich verzichtet. Lediglich die Heizung läuft über Tado und kann auch von unterwegs via Smartphone gesteuert werden.

Schlafzimmer

Minimalismus herrscht auch im Schlafzimmer. Kein großer Kasten mehr sondern lediglich ein schwebendes Eichebett aus der Schweiz von Hasena, ein schwebendes Team 7 Nachtkästchen, eine Sonos Box für die Musik, ein kleiner Nebula Beamer und ein Kerzenständer. Thats it. Bilder und Plfanzen kommen natürlich später noch dazu. Aktuell liegt hier auch meine Adidas Matte zum Trainieren. Ìnzwischen wird gerade eine kleine Fitness-Ecke eingerichtet mit Klimmzugstange, Ringen, Hanteln sowie Nohrd Triatrainer.

Schrankraum

Der Schrankraum wurde komplett selbst gebastelt und bietet Platz für Gewand, Schuhe sowie Sporttaschen, Werkzeug und Elektronik-Equipment. Die Träger habe ich über Amazon gekauft, die Eichebretter aus dem Baumarkt wurden eingelassen und entsprechend zugeschnitten. Die Rohr-Kleiderstangen für Hemden, Anzug und Jacken habe ich vom deutschen Hersteller Kwerqus und kann ich jedem empfehlen. Ein Banksy Wandtattoo rundet das ganze ab.

Vorzimmer

Das Vorzimmer wollte ich besonders clean und dezent halten. Die Schuhablage sowie die hängende Lade aus Eiche wurden mit viel Liebe selbst gebaut, da es nichts passendes gab. Wenn es etwas nicht zu kaufen gibt, muss man es eben selbst produzieren. In der Lade werden Kleinigkeiten wie Geldbörse und Schlüssel verstaut, damit nichts herumliegt. Für die Schuhablage habe ich dunkle Flusssteine verwendet, sie auf eine herkömmliche Schuhablage gelegt und rundherum ein Eichegestell gebastelt. Der große Spiegel ist von Kare, die kleine Garderobe mit 4 Haken ist ein Designerstück von der norwegischen Firma Loca. Bilder fehlen auch hier noch. Eines von Leonid Afremov wurde bereits bestellt.

Büro

Auch das Büro wurde so dezent wie möglich eingerichtet, damit der Raum so viel Platz wie möglich bietet. Die Arbeitsplatte aus Eiche stammt von der polnischen Firma Milaau. Der Bürosessel wird noch ausgetauscht. Für die Ordner habe ich Regale wie im Schrankraum gebastelt. Die Nische wird für Leiter, Bügelbrett und Wäscheständer verwendet und verschwindet hinter einer Rollo. Sämtliche Büroutensilien verschwinden in zwei kleinen, schwarzen Rollcontainern. Für Beleuchtung und Abkühlung im Sommer sorgt ein 122cm Deckenventilator von Lucciaair. Auch hier fehlen noch Bilder und Pflanzen.

Das Wohnzimmer

Gemütlich, clean und einen Platz für mein Piano sowie die 100 Jahre alte Schreibmaschine musst es bieten. Für letzteres Schmuckstück, fiel meine Wahl auf einen kleinen Schreibtisch des Designstudios Borcas. Mit Blick ins Grüne lässt sichs hier wunderbar Schreiben. Das Piano hat links davon seinen Platz gefunden. Als Wanddeko habe ich mir ein Metallschild von https://www.hoagard.co/ zugelegt.

Der Essbereich

Die Sitzbank war eine Maßanfertigung der deutschen Firma Frohraum und hat eine Länge von zwei Meter. Der Esstisch stammt von der polnische Firma Milaau, die ich jedem ans Herz legen kann und wirklich tolle Produkte herstellt. Zwei dazu passende Ledersessel runden den Sitzbereich ab. Die Kommode hat mein lieber Stiefvater fabriziert und bietet jede Menge Stauraum und Platz für eine weitere Sonos Box sowie Dekoelemente. Die Hängelampe besteht aus Beton und Eiche, ist dimmbar und kommt vom deutschen Designer Stefan Gant. Ein großes Ölgemälde hinter der Sitzbank wurde bereits bestellt und zwar ein weiteres Motiv vom erst kürzlich verstorbenen Leonid Afremov.

Neue Türen

Zu guter letzt wurden noch überall neue Türen eingebaut – schlicht in weiß von der Firma Rudda. Auch die Eingangstüre wurde getauscht. Was ich dabei gelernt habe – Türen kaufen ist eine Wissenschaft für sich, vor allem wenn die Türen keine Normmaße besitzen oder die Türstücke leicht schief sind.

Was noch fehlt

Die groben Dinge sind erledigt – jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten wie ein paar Bilder, Deko-Elemente und Pflanzen. Im Büro fehlen noch ein neuer Eiche-Arbeitsplatte und ein neuer Bürosessel.

Die (fast) fertige Wohnung

Tja – und so sitze ich jetzt exakt ein Jahr später in meiner neuen Wohnung und bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Alles ist stimmig geworden und hat seinen Nutzen. Überflüssige Dinge gibt es nicht mehr und es fühlt sich einfach gut an.

Vielen Dank an meine Family, allen voran meinem Vater fürs stemmen, Boden rausreißen, Fließen und Möbel schleppen, Dosen verlegen, Lampen montieren etc. etc. und meinem Stiefvater für die Anfertigung von drei Eiche Möbelstücken. Danke an alle die mitgeholfen haben. Lebensliste 215 – erledigt.

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