Musik

170 mal Mozart

Dass ich oft und gerne bei Amazon einkaufe ist ja bekannterweise nichts neues. 2,3 Klicks und 2 Tage später steht der Postmann vor der Tür und überreicht mir das bestellte Päkchen. Bequemer gehts einfach nicht.

Ein außergewöhnliches Angebot

Heute gabs wiedermal ein besonders verlockendes Angebot, bei dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Und zwar handelt es sich bei diesem doch etwas außergewöhnlichen Produkt um das Gesamtwerk von Wolfgang Amadeus Mozart.

3 Gründe für den Kauf

Nun gut – jetzt denken sich wohl die meisten was man mit sowas anfangen soll. Das lässt sich aber recht schnell erklären. Nach dem ich sehr gern Klassik höre ergibt der Kauf auf jedenfall schon mal Sinn. Die zweite Sache ist, dass es sich hier um das Gesamtwerk von Mozart handelt und das sind nicht 5 od. 6 CD’S sondern unglaubliche 170 CD’S voll mit feinster Klassik verpackt in einer schönen Box zum unschlagbaren Preis von 88,95€. Die Box hat vor einigen Wochen noch rund 400 gekostet, weshalb sich der Kauf auch von der wirtschaftlichen Seite her rechnet.

Zusammenfassend denk ich, dass diese prächtige Kollektion kein schlechter Kauf war – auch wenn ich wohl nie alle 170CDS von vorne bis hinten anhören werde 😉

zum Mozart Gesamtwerk Angebot

  1. Ich kann nicht umhin, vor übergroßer Euphorie im Umgang mit dieser Edition zu warnen. Wiewohl Inhaber einer umfänglichen Mozart-Audiothek, habe ich diese Edition aus sozusagen enzyklopädischen Gründen bestellt, um (auch für wissenschaftliche Projekte) jederzeit Zugriff auf Rares und Entlegenes zu haben. Ich erkläre eidesstattlich, daß ich schon das erste gesuchte Werk – das bedeutende Streichquartett Adagio und Fuge KV 546 – nicht finden konnte. Das mag ein Versehen sein , doch wenn auf einer solchen Gesamtedition das nicht überall Verfügbare fehlt – wozu ist sie dann gut?
    Etwa, um zum unwiderstehlichen Preis auch Unkundige mit Mozarts Werk vertraut zu machen? Dazu ist sie am wenigsten geeignet. Nehmen wir das Requiem: Es ist auf dem Niveau einer semiprofessionellen Aufführung in einer Kleinstadtpfarrkirche musiziert. Die Violinkonzerte: mit dürrem Ton unterhalb der Mediokrität dargeboten. Die Klavierkonzerte: ordentlich, aber unauffällig. Die Werke für Klavier solo: ein seltsamer Mix aus nicht üblem Originalklang auf Fortepiano und tiefem Mittelmaß auf einem modernen Flügel. Und so weiter.
    Heute werden Einspielungen der Weltspitzenklasse zu Schleuderpreisen angeboten: die Violinkonzerte mit David Oistrach oder Wolfgang Schneiderhan, das Requiem und die raren Opern unter Nikolaus Harnoncourt. Allen Freunden, die mit ehrlichem Herzen nach Mozart suchen, sei dringend geraten, vor dem kollektiven Erwerb eines musikalischen Trödelladens lieber Stück für Stück nach preisgünstigen Gelegenheitspretiosen zu suchen.

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