Verlockend ist die Vorstellung, unter einem Baum auf einer Finca in Griechenland zu sitzen und aufs Meer hinauszublicken. Die letzten Sonnenstrahlen hüllen die Welt in einen farbenfrohen Schleier und eine angenehme Brise weht einem sanft ins Gesicht. Der Duft eines frisch gemahlenen Kaffees steigt einem in die Nase und die Gedanken spielen einem die akustische Version seines Lieblingsliedes, untermalt von nichts als dem leichten Rauschen des Meeres. Ein perfekter Moment. Die Welt wiegt sich im Einklang und man fühlt sich zufrieden und angekommen. Die Leichtigkeit des Lebens setzt sich zu einem, um den Augenblick mit einem zu teilen.

Man nimmt den Bleistift in seine Hand, nippt an seinem tiefschwarzen Kaffee, öffnet sein Notizbuch und beginnt zu schreiben. Die Zeilen sind diesmal nicht an eine Person gerichtet, spielen sich weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft ab. Die Buchstaben, die sich in aller Ruhe wie von selbst aneinanderreihen, gehören diesem Moment. Sie sind dem Leben gewidmet und fallen bescheiden und taktvoll aus.

Während sich die letzten Boote auf den Heimweg begeben und ihre langgezogenen Spuren in das Meer zeichnen, macht sich die Sonne bereit, endgültig hinter dem Horizont zu verschwinden.

„Ich habe nicht viel und doch habe ich alles was ich brauche. Die Welt und das Leben liegen vor mir, die Wellen weisen mir den Weg und die Geschichten, die ich noch schreiben werde, liegen in meinen Händen.“

Mit dem letzten Sonnenstrahl im Gesicht schließe ich das Notizbuch, sage dem Meer gute Nacht und ziehe meine eigene, langgezogene Spur in die Dämmerung des Abends.

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