Das beliebte Kartenspiel Poker hat eine lange Tradition und wurde schon im 18. Jahrhundert auf europäischen Adelshöfen gespielt. Seither hat es das Spiel zu einer Bekanntheit auf der ganzen Welt geschafft und aus der einfachen Spielvariante von Poch oder Poque, wie es früher hieß, wurden zahlreiche unterschiedliche Variationen. Heute spielt man Texas Hold’em und Omaha Hold’em gerne zu großen Turnieren, Seven Card Stud ist ebenfalls extrem beliebt. Jede Pokerversion hat unterschiedliche Verläufe, Regeln und oftmals eine andere Anzahl an eingesetzten Decks. Um eine gute Pokerstrategie zu entwickeln, fokussieren sich viele Spieler erstmals auf eine Variation und üben diese bis zur Perfektion. Das geht jedoch einfacher, denn einige Pokerasse haben ihre eigenen Strategien in großartigen Ratgebern festgehalten, von denen man eine Menge lernen kann. Wir stellen uns heute daher die Fragen: Lohnt sich das Lesen von Pokerbüchern? Und welche sind die besten am Markt?

Poker: Ein Spiel, das mehr als Glück benötigt

Obwohl das Kartenspiel unter den Überbegriff der Glücksspiele fällt, steckt hinter Poker sehr viel mehr als nur der Zufall. Viele Überlegungen, die blitzschnell entschieden werden müssen, gehen in den Ablauf komplexer Pokervarianten. Das sieht man unter anderem daran, dass echte Profis von Laien fast unschlagbar sind. Vom reinen Zufall wie bei Roulette oder Slots kann hier also kaum die Rede sein. Da Poker über viele verschiedene Spielvarianten verfügt, gibt es nur wenige allgemeine Regeln, die man lernen kann. Stattdessen muss man sich mit jeder Variation einzeln beschäftigen. Grundsätzlich werden beim Poker jedoch jedem Spieler Karten von einem Croupier ausgeteilt, die er sich verdeckt ansehen kann. Bei den Spielvarianten mit Hold’em werden außerdem Gemeinschaftskarten verdeckt in die Mitte gelegt, die nach der Reihe aufgedeckt werden. Sie können von jedem Spieler zur eigenen Hand gerechnet werden, sofern diese dabei helfen, ein besseres Blatt zu kreieren. Bei Varianten mit Draw werden alle verfügbaren Karten verdeckt an die Spieler ausgehändigt. Im Stud Poker hingegen, erhalten Spieler ihre Karten ebenfalls gesammelt, einige davon sind jedoch auch für die anderen Spieler einsehbar. Ziel des Spiels ist es dabei immer, eine möglichst wertvolle Kombination an Karten zusammenzustellen, z. B. Paare, einen Flush oder ein Full House. Der Spieler mit der höchsten Kombination gewinnt, sofern er bis zu Ende im Spiel bleibt. Die Rangfolge der Pokerhände kann je nach Spielvariante unterschiedlich sein. Nach den speziellen Regeln von Omaha Hi und Texas Hold’em ist beispielsweise der Royal Flush die wertvollste Kombination. Tatsächlich kann man auch mit schlechten Karten im Poker gewinnen, denn genau hier kommt die Strategie ins Spiel. Man kann versuchen, zu Bluffen oder andere Spieler mit einer gesteuerten Körpersprache und Mimik verunsichern und gleichzeitig die Hände der anderen anhand ihrer Spielweise abschätzen. Die psychologische Komponente im Poker ist also besonders wichtig und macht für viele den großen Reiz aus.

Nicht immer gewinnt die beste Hand im Poker, denn es darf auch geblufft werden.

Pokerbücher lesen: Hilft das?

Natürlich gehen die Meinungen bei dieser Frage ein wenig auseinander, alles in allem kann man jedoch sagen, dass den meisten Spielern das Lesen passender Strategiebücher einen großen Vorteil bringen kann. Nicht jeder Pokeranfänger muss eine komplett einzigartige Strategie entwickeln, denn nur wenige werden so effektiv sein, wie bereits bestehende und bewährte Vorgehensweisen der Experten. Bücher gibt es mittlerweile zu fast jeder Spielvariante, wobei gängige Turnierspiele wie Texas Hold’em natürlich öfter behandelt wurden. Einige der Ratgeber drehen sich vor allem um die psychologischen Komponenten im Spiel und unterrichten Spieler, wie man die Körpersprache anderer analysiert, wie man sich selbst verhält und wie ein guter Bluff auszusehen hat. Andere fokussieren sich stärker auf den Einsatz der Karten, das richtige Setzen und wie man sich bezüglich des Weiterspielens oder des Aussteigens entscheidet. Je nachdem wie man Poker gerne spielt, eignen sich daher andere Bücher. Wer nämlich z. B. online pokert, kann auf das Analysieren der Mimik vollends verzichten, da er die anderen Spieler nicht sehen kann. Stattdessen muss man hier lernen, anhand des Spielverhaltens anderer auf deren Strategie zu schließen und diese gegen sie zu verwenden. Wer aus seinem Hobby langfristig einen Beruf machen möchte, kann sich nach Ratgebern für angehende Profis umsehen. Hier werden Themen wie das Verwalten der Gewinne und der Umgang mit schwankendem Einkommen besprochen. Gute Bücher sollten keine Versprechen auf Reichtum und Luxus geben, sondern sich auf fachliche Tipps konzentrieren. Auch der Autor kann viel über die Qualität des Buches aussagen. Ratgeber, die von bekannten Pokerprofis verfasst wurden, sind dabei natürlich im Vorteil. Bei ihnen weiß man bereits, dass die Strategie aufgeht. Auch bekannte Topblogs zum Thema Poker halten viele gute Tipps und Tricks parat. Wer also nur ein paar rasche Fragen klären möchte, kann sich auch im Internet informieren.

Nicht verpassen: Drei Pokerratgeber zum Schmökern

Wer sich nicht sicher ist, welches Buch er kaufen soll, kann auf drei von uns empfohlene Ratgeber zurückgreifen, die alle unterschiedliche Bereiche abdecken. Wer gerne an Turnieren teilnimmt, wird am Erlernen der Hold’em-Spielvarianten nicht vorbeikommen. Der weltbekannte Pokerprofi Daniel Negreanu, der mittlerweile auch schon einen eigenen Pokerkurs im Online Programm Masterclass anbietet, hat für Strategien bei Hold’em-Spielen einen sehr umfassenden Ratgeber verfasst. Das Buch Poker Power Hold’em Strategien ist für Anfänger geeignet und soll dabei helfen, selbst Profis die Stirn zu bieten. Durch eigene Kapitel zu unterschiedlichsten Themen wie Online Poker, Bluffen und dem Gewinnen von High Limit Cash Games ist das Buch vielseitig einsetzbar. Mit insgesamt mehr als 450 Seiten ist der Ratgeber ein ganz schöner Wälzer, man kann aber einfach in den Kapiteln schmökern, die besonders interessant wirken und muss nicht jeden Beitrag lesen, um die Strategien zu verstehen. Wen vor allem die psychologischen Komponenten des Spiels reizen, der kann sich in Das Poker Mindset: Die psychologische Basis für erfolgreiches Poker von Ian Taylor und Matthew Hilger genauer informieren. Hier geht es nicht nur um das Analysieren anderer Spieler, sondern vor allem um das eigene Verständnis vom Gewinnen und Verlieren. Mit diesem Buch werden die Nerven gestählt, sodass Spieler auch bei schlechten Blättern nicht mehr aufgeben und ihr Ziel immer vor Augen haben. Wer sein Hobby zum Beruf machen möchte, ist bei Poker als Beruf: Wie man sein Hobby in ein Unternehmen verwandelt von Dusty Schmidt gut beraten. Darin dreht sich alles um die Bankroll, die von professionellen Spielern gut gemanagt werden muss. Der Autor des Buches hat laut eigenen Angaben noch nie eine negative Bilanz nach Abschluss eines Monats gehabt. Davon möchte man sich gerne eine Scheibe abschneiden.

Ob Bücher bei der richtigen Strategie helfen können? Die Antwort ist ein klares Ja. Zwar lohnt es sich, an einer eigenen Strategie zu arbeiten, gleichzeitig kann man von erprobten Abläufen jedoch immer etwas lernen und in sein eigenes Spiel einbauen. Üben ist also nicht der einzige Weg, um sich zu verbessern, denn auch Lesen bringt Pluspunkte.

Bildquellen:
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