Da reiht man Jahre lang Buchstabe an Buchstabe und Wort an Wort aneinander, um das eine oder andere kleine Gedicht zu kreieren und denkt dabei an weiter nichts. Ein paar Jahre später hält man eine Füllfeder in der Hand und unterschreibt einen Autorenvertrag. Dieser Augenblick war schon sehr speziell für mich, da mir zum ersten Mal richtig bewusst wurde, dass ich mir soeben einen kleinen Traum erfüllt habe.

Der Traum lautete nie Autor zu sein, sondern irgendwann ein Buch zu veröffentlichen. Denn auch wenn diese beiden Dinge untrennbar miteinander einhergehen und mich dieses Schriftstück als Autor bezeichnet, ist dieses Wort aus meiner Sicht nicht angebracht. Autoren sind für mich Personen mit den Nachnamen Beckett, Brecht, Dickens, Dürrenmatt, Hemingway, Kästner, Kafka, Stein, Twain oder Wilde. Es sind dies Personen, die mit ihren Worten und zeitlosen Geschichten Menschen fesseln, berühren und verzaubern. Ein belangloses Werk eines gewissen Koller über 30 Dates in 30 Tagen erfüllt diese Kriterien wohl kaum.

Nichts desto trotz ist die Tinte auf dem Papier nun getrocknet und so wird das Buch im Jänner/Februar 2016 erscheinen. Es spielt dabei auch keine Rolle ob es sich 1, 10 oder 100x verkauft – im Endeffekt genügt es mir vollkommen, wenn ein einziges Exemplar davon in meinem Bücherregal steht und ich sagen kann, ich habe tatsächlich ein Buch geschrieben und mir einen Traum erfüllt. Und wenn ich dann die Zeile „Autor Jürgen Koller“ erblicke, werde ich es dennoch mit einem schmunzeln hinnehmen.

Es war ein Gute–Nacht-Kuss, der einen schönen Abend beendete und ein Kuss, der bei mir leider nichts weiter auslöste als den Gedanken: »Sie ist es nicht!«Aus dem Buch 30 Dates in 30 Tagen von Jürgen Koller

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