Wer kennt nicht die Poker spielenden Hunde, die sich auch mit anderen Arten von Spielen vergnügen. Hier streiten sich aber die Geister, ob das Kunst oder nur triviale Darstellungen sind. Doch Glücksspiele sind so alt wie die Menschheit selbst und daher ist es nicht verwunderlich, dass sie in jeder Epoche auch auf Kunstwerken, Filmen oder in Büchern verewigt wurden. Über die bekanntesten Kunstwerke zum Thema Glücksspiel gibt dieser Artikel Auskunft.

Die Kardasharfen

Der bedeutende italienische Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio gilt als einer der Begründer der römischen Barockmalerei. Neben Szenen des täglichen Lebens, Heiligenbildern und Altarbildern, findet sich unter seinen Werken auch ein Bild mit dem Titel „Die Kardasharfen“. Das Kunstwerk entstand um 1595 und zeigt das Glücksspiel in Italien. Auf dem Bild ist ein junger Mann zu sehen, der sich augenscheinlich mit Betrügern eingelassen hat und das Kartenspiel eher nicht gewinnen wird. Die Szene wirkt umso bedrohlicher, da einer der Betrüger einen Dolch am Gürtel trägt.

Am Roulette-Tisch in Monte Carlo

Den „Schrei“ von Edvard Munch kennen sicher viele Kunstinteressierte, doch der norwegische Maler hat auch eine Szene aus einem Casino verewigt: das Werk mit dem Titel „Am Roulette-Tisch in Monte Carlo“. Der Künstler selbst besuchte gerne die Casinos in Monte Carlo und verbrachte seine Freizeit mit Casinospielen. Das Ölgemälde aus dem Jahr 1892 zeigt Menschen, die sich rund um einen Roulette-Tisch gruppieren und gespannt auf das Ergebnis warten. Diese Spannung kennen auch die heutigen Casino Besucher oder Spieler in Online Skrill Casinos, die für ihren Einsatz einen Anteil am Gewinn erhaschen wollen. Das aussagekräftige Bild des Malers kann man im Munch Museum in Oslo besichtigen und bewundern.

Die Kartenspieler

Als bekanntestes Beispiel gilt sicher Paul Cézannes Bild „Die Kartenspieler“. Das Werk wurde im Jahr 2011 für 250 Millionen Dollar an den Staat Katar verkauft. Dieses Bild gehört zu einer Serie von fünf Gemälden, die alle Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind. Jedes einzelne zeigt zwei Kartenspieler, die vertieft in ihr Spiel sind und sich auf ihre Karten konzentrieren. Manchmal zeigen sie zwei Spieler, manchmal nehmen am Kartenspiel auch mehrere Personen teil. Die Gemälde strahlen alle eine Ruhe aus und stellen einfache Menschen dar. Die Kunstwerke sind in den bekanntesten Museen und Galerien weltweit ausgestellt, darunter im Metropolitan Museum of Art in New York City, und erfreuen dort die Besucher.

Der Falschspieler mit dem Kreuz-Ass

Das Ölgemälde von Georges de la Tour entstand um 1620 und zeigt einen jungen Mann, der beim Kartenspielen betrogen wird. Das Kunstwerk, das heute seinen Platz im Louvre hat, stellt eine Zeit dar, in der Glücksspiel in Frankreich verboten war. Dennoch gab es unter den Adeligen viele Anhänger und es wurde geduldet. Ob hier eine Blackjack-Variante gespielt wird oder ein anderes Kartenspiel weiß man nicht. Eines ist aber sicher, durch den kecken Blick des Betrügers zum Betrachter, wird der Betrachter zum Mitwisser.

Hunde, die Poker spielen

Wem dieses Gemälde noch nie untergekommen ist, dem wollen wir die Geschichte dazu natürlich nicht vorenthalten. Der Maler Cassius Marcellus Coolidge erhielt im Jahr 1903 vom Verlagshaus Brown & Bigelow in Minnesota den Auftrag, 16 Kunstwerke zum Thema „Hunde, die Poker spielen“ zu kreieren. Der Plan war, damit Zigaretten zu bewerben. Der Künstler setzte die Gemälde um, wobei das erste Werk mit dem Titel „Pokerspiel“ zu den erfolgreichsten und bekanntesten zählt. Die menschlichen Züge und das Verhalten der Hunde gefiel und so wurde das Werk im Jahr 2015 für sage und schreibe 658.000 Dollar versteigert. Witziges Detail am Rande: die beiden Hunde im Vordergrund, die gerade dabei sind zu schummeln.

Le Tripot

Das Kunstwerk von Jean-Eugène Bulands aus dem Jahr 1883 zeigte eine Gruppe von fünf Spielern an einem Roulette-Tisch. Unter den grimmig dreinblickenden Figuren befindet sich auch eine Frau. Ob der Maler, der oft Fotografien nutzte, um realistische Bilder zu malen, auch selbst gerne ein Casino besuchte, war nicht zu eruieren.

Im Kasino

Eine schillernde Szene in einem Casino in Monte Carlo malte Christian Ludwig Bokelmann 1884, wobei er die Menschen in ihren eleganten Roben in den Mittelpunkt stellte. Hier wird nicht Karten gespielt oder man sitzt am Roulette Tisch, sondern die Damen und Herren flanieren durch das Casino auf der Suche nach Aufmerksamkeit.

Ob mit Augenzwinkern oder als ernste Angelegenheit in der Kunst dargestellt, scheint zweitrangig, denn beim Glücksspiel kommen alle Aspekte menschlicher Emotionen zum Ausdruck. Es liegt ein schmaler Grat zwischen der Hoffnung auf einen Gewinn und der Enttäuschung bei einem Verlust. Die Künstler haben jedoch ganz genau hingesehen und es geschafft, einzelnen Situationen perfekt einzufangen. Egal, wie alt ein Werk ist, es lassen sich immer Verbindungen zu Poker Turnieren, Blackjack-Partien oder Roulette-Spielen in der heutigen Zeit finden.

Bildquellen:
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