Noch bevor mein neues Auto in ein paar Tagen seinen Platz in der Garage einnimmt, wurde es schon mit einigen deftigen Aussagen konfrontiert. Von Schuhkarton, Plastikkraxn oder Spielzeugauto bis hin zu Fragen, wo denn der Rest des Autos ist oder warum man sich nur sowas kaufen kann, wenn man doch seit Jahren ein schnittiges Cabrio fährt und sich problemlos wieder eines leisten könnte, war alles dabei.

Mittel zum Zweck

Die Antwort ist eigentlich sehr simpel. Ein Auto ist für mich nicht viel mehr als Mittel zum Zweck. Wenn es mich sicher von A nach B befördert, bin ich eigentlich schon zufrieden. Wenn es dann noch kostengünstig in der Erhaltung ist und mir dennoch ein paar Annehmlichkeiten wie in jenem Fall ein automatisches Glaßpanoramadach, 6 Boxen, beheizte Sitze und diverse Sicherheitssensoren bietet, bin ich ehrlich wunschlos glücklich. So ist mir ein guter Klang der Musik bei der Fahrt deutlich wichtiger, als 100 PS mehr unter der Haube. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit unserer Autobahnen erreicht man heutzutage sowieso mit jedem Gefährt, es mag bei dem einen oder anderen nur ein wenig länger dauern. Schon möglich, dass der Minimalist in mir wieder zugeschlagen hat aber es wäre mir viel zu Schade darum, das doppelte oder dreifache für einen Gebrauchsgegenstand auszugeben, der im Schnitt etwa 23 Stunden täglich in der Garage steht und nicht benutzt wird. Verstehe ich Autofanatiker? Ja natürlich. Kann ich verstehen, dass einem ein tolles Auto ein gutes Gefühl verleiht und für viele ein Statussymbol ist? Absolut. Ist es mir selbst wichtig? Kein bisschen mehr.

Ein vernünftiges Auto soll seinen Besitzer überallhin transportieren – außer auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten.

Henry Ford

Und so freue ich mich auf das kleine Gefährt, werde es hegen und pflegen und hoffentlich viele Jahre damit verbringen und jeden zukünftigen dubiosen Blick und jedes abwertende Kommentar mit einem guten Gefühl und einem Lächeln quittieren. Es ist eine schöne Ergänzung zum E-Scooter und dem Fahrrad und so freut sich der Garagen Minimalist in mir über die Erweiterung seines neuen, kleinen, persönlichen Fuhrpark.

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