Sehr unterhaltsam sind die täglich stattfindenden Konfrontationen zur Wahl 2006 die um 22:30 auf ORF2 zu sehen sind. Jeden Abend treffen die Spitzenkandidaten zweier Parteien aufeinander und diskutieren über diverse Themen.

Alexander Van der Bellen – Karl Heinz Grasser

In der ersten Runde traf der Grüne Chef Alexander Van der Bellen auf den Finanzminister Karl Heinz Grasser. Ohne Zweifel zwei der wohl klügsten und vor allem beliebtesten politischen Köpfe des Landes (neben Bundespräsident Fischer).

Die Diskussionsleiterin Ingrid Thurnher war mit den beiden Politikern völlig überfordert und konnte sie einfach nicht stoppen bzw. zu Recht weisen. Grasser berief sich ständig auf unzählige Zahlen und sprach laufend von Dingen die sich in den letzten Jahren auf Grund der Regierung verbessert haben. Viel zu oft kam von ihm allerdings die Frage, ob Van der Bellen wisse wie hoch dieses und jenes Budget sei – als ob das eine Schulprüfung sei. Van der Bellen war hingegen nicht immer so ruhig und souverän wie gewohnt, konnte den Finanzminister aber doch hin und wieder, zb. in Schulpolitischen Dingen, etwas in Verlegenheit bringen bzw. zu interessanten Aussagen bewegen. So wissen wir nun zb. dass Grassers Tochter – bzw. die von seiner Lebensgefährtin – 3 Sprachen fließend sprechen kann (was natürlich nur am ausgezeichneten Schulsystem liegen kann).

Alfred Gusenbauer gegen Heinz-Christian Strache

In Konfrontation 2 saßen sich gestern SPÖ Chef Alfred Gusenbauer und FPÖ Chef Heinz-Christian Strache gegenüber. Anfangs gings doch recht diszipliniert zu, wobei Strache immer wieder erwähnte bzw. erwähnen musste dass die FPÖ KEINE Ausländerfeindliche Partei ist und Gusenbauer sagte in jedem zweiten Satz, wie schlecht die aktuelle Regierung ist und was sie nicht alles falsch macht. Strache konterte dann immer mit Beispielen, dass es im roten Wien noch schlimmere Probleme gibt und die SPÖ um nichts besser sei.

Frau Thurnher nicht gerade objektiv

Sehr amüsant war vor allem die Tatsachen, dass Frau Thurnher offensichtlich mit der FPÖ nichts anfangen kann. 2 mal verdrehte sie bei Aussagen von Strache die Augen & sogar das wichtige Schlusswort hat sie ihm untersagt.

„Bitte hörns auf mit dem Blödsin“

Am Ende eskalierte die Sache dann ziemlich, da Strache (um geschickt vom Thema Familienpolitik wegzukommen) wieder den BAWAG Fall und den ÖGB aus der Schublade holte.
Den besten Kommentar des Abends lieferte Gusenbauer als er dann ungefähr darauf geantwortet hat (den genauen Wortlaut hab ich mir nicht gmerkt), dass Herr Strache bitte mit dem Blödsin aufhören soll, da die Zuseher sonst heute nicht mehr einschlafen können. <- Sensationell!
Ein Augenschmaus ist auch immer der leichte Schmunzler Gusenbauers, wenn er ein paar gute Sätze herausgebracht hat.

Ansonsten war Strache (bis auf die BAWAG & ÖGB Sache) relativ ruhig und sehr diszipliniert, Gusenbauer etwas zu sehr aufs schlecht machen der derzeitigen Regierung aus aber ansonsten auch sehr entspannt und recht ruhig und Frau Thurnher überfordert wie immer.

Duell 3: SPÖ Gusenbauer gegen BZÖ Westenthaler

Heute gibts Duell Nummer drei – wieder mit Alfred Gusenbauer und BZÖ Chef Peter Westenthaler wie gewohnt um 22:30 – ORF2.

  1. Thurnher's Moderation beim Duell Strache-Westenthaler war eine Frechheit. Den ständigen Unterbrechungen Westenthalers wurde kaum Einhalt geboten. Sie hat es von Anfang an drauf angelegt eine Streiterei und keine geordnete Diskussion zustande kommen zu lassen um damit beide Kandidaten zu beschädigen. Westenthaler, der sich wie ein kläffender Köter verhielt, sorgte dafür das diese Rechnung aufging. Strache fand ich vergleichsweise ruhig, überlegt und souverän.
    Zwei Einwürfe brachte sie: Die Tabelle wonach Christen 6.6 Millionen und Muslime 0.3 Millionen der Bevölkerung ausmachten verbunden mit der naiven Frage wo denn da nun die Gefahr wäre. Hätte sie die verschiedenen Konfessionen der Christen aufgeschlüsselt, wäre zutage getreten, das die bodenständigen evangelischen Christen schon längst in die Minderheit gegenüber den eingeschleppten orthodoxen und den islamischen Landräubern geraten sind.
    Und die Post einen bosnischen Moslems der 15 Jahre hier und "integriert" ist und sich nun durch Straches Wahlkampf nun wieder wie ein Ausländer fühlt.
    Damals sind die Jugoslawen im Krieg als Flüchtlinge hergekommen. Diejenigen die nach dem Krieg nicht wieder zurückgingen sind für mich allesamt Betrüger. Unabhängig von der Tatsache das die verkommene Politik (und Medienlandschaft) hierzulande ihnen die "Integration" und Einbürgerung geradezu aufdrängte.

    Eine Folge von Turnher Moderation sah man heute. Westenthaler setzte seine gegen Strache erlaubten Diskussionsstil fort und Turnher konnte ihn auch nicht stoppen auch wenn sie wollte weil ihr der Professer vom linken Rand viel sympathischer ist.

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