Ich schließe die Augen und sehe das Meer. Ich höre den Klang der Wellen und beobachte mit stoischer Gelassenheit, wie mein Leben langsam davontreibt. Ich hab es nicht verloren es ist mir nur davongelaufen. Nun schwappt es im türkisblauen Wasser von Welle zu Welle und droht zu versinken. Es ist nicht weiter schlimm, denn das Leben läuft einem öfter mal davon. Mir zumindest. An manchen Tagen begebe ich mich Knöcheltief ins Wasser um es wieder rauszuholen, doch meist erwisch ich es nicht. So beobachte ich es eher gelangweilt aus der Ferne. An motivierteren Tagen wage ich mich weiter hinein, fange es ein und ziehe es zurück an Land. Das Leben liegt dann direkt neben mir und wir erholen uns. Doch nach ein paar Sonnenauf- und untergängen läuft es mir schon wieder davon. Das Leben will spielen, etwas erleben, Spass haben. Es möchte aufregend sein und neues erforschen. An manchen Tagen jage ich dem Leben gerne hinterher, schwimme ihm sogar voller Motivation und Leidenschaft davon – doch die meiste Zeit sitze ich lediglich am Ufer, blicke in die Ferne und beobachte, wie es vor mir liegt und mit den Wellen tanzt. Eine kluge Frau hat mal gesagt „Um zu leben, müssen wir vorwärts blicken, um zu verstehen reicht ein Blick zurück.“ Ich öffne meine Augen und höre noch den Klang der Wellen. Zurück in der Gegenwart. Mein Leben neben mir – was auch immer es mit mir vor hat, ich bin dafür bereit.

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