Kolumnen

Herbstbeginn

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Wenn der kühle Herbstwind die Hitze aus den Straßen vertreibt und die ersten Bäume ihre Blätter verlieren, kehrt bei mir unweigerlich eine spürbare Erleichterung und Gelassenheit ein. Der innere Sekundenzeiger verlangsamt merkbar sein Tempo und es fühlt sich an, als würde ich mich in Zeitlupe umdrehen und auf die vergangenen, viel zu hektischen Monate zurückblicken. Es war wieder mal ein ungewollter Sprint der mir die Luft genommen und mich zu Fall gebracht hat. Die Verletzungen sind die üblichen und so weiß ich inzwischen damit umzugehen.

Oft scheint es als hätte der Herbst ein gewisses Verständnis für mich, denn wenn die Blätter und der Regen in regelmäßigen Abständen vom Himmel fallen, fühlt man sich inmitten des bunten Laubs und der Milliarden Tropfen nicht ganz vergessen und alleine. Es ist die Zeit um sich zu sammeln, um alles zu ordnen und sich wieder zu orientieren. Das Spiel des Lebens will weitergespielt werden und so sehe ich mir in Ruhe meine möglichen Spielzüge an. Manchmal fühlt man sich schon etwas verloren in diesem großen, komplexen Konstrukt das wir Leben nennen, doch mein innerer Wille drängt mich stets dazu weiterzumachen, mein Bestes zu geben und Dinge zu kreieren, die vielleicht nicht für alle aber zumindest für einige hilfreich und von Bedeutung sind. Möge der Herbst es gut mit uns meinen, er ist mir auf jeden Fall die liebste aller Jahreszeiten.

Denn man ist lange noch nicht tot wenn man stirbt, nein man lebt bis der Letzte dich vergisst.Cro

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