Immer weiter, immer besser, immer mehr. Wenn man nicht „hustlet“ und immer beschäftigt ist, macht man etwas falsch im Leben. Noch mehr Projekte, noch mehr Erleben, immer unterwegs sein und den Terminkalender füllen bis kein freies Plätzchen mehr zu sehen ist. Das ständige Streben nach mehr ist in den letzten Jahren zum Phänomen geworden. Ein Phänomen dass mich jetzt eingeholt und auf den Boden der Realität zurückgeholt hat. Wenn man im Rausch der Todo Listen plötzlich in ein kreatives Loch fällt und sich aus irgendeinem Grund nicht mehr motivieren kann wird es bedenklich. Die Vorzeichen waren deutlich erkennbar aber gedacht habe ich mir weiter nichts und genau so weitergemacht wie immer. Ehe man sich versieht landet man 12 Tage im Krankenhaus und ist zu nichts mehr fähig. Keine Lust zu Lesen, keine Lust auf Fernsehen, keine Lust auf garnix außer wieder halbwegs gesund und schmerzfrei zu sein und einen normalen Alltag zu führen.

Die 12 Tage haben mir deutlich gemacht, dass dieses ständige streben nach „mehr“, dass heutzutage so hochgelobt und von so vielen vorgelebt wird, auch nach hinten losgehen kann – und zwar gewaltig. So gilt es jetzt die Prioritäten neu zu setzen, einen Gang runterzuschalten und sich ein bisschen mehr um sich selbst zu kümmern. Nicht alles wovon man dachte es wäre wichtig, ist es auch und umgekehrt gibt es andere Lebensbereiche denen man ein bisschen mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen sollte.

Manchmal ist etwas weniger eben doch mehr und eine gewissen Entschleunigung zwischendurch absolut notwendig.

Man kann mit dem Leben mehr anfangen, als es nur immer schneller zu leben.

Mahatma Gandhi

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