Heute stand Tag 6 des größten und wichtigsten Sandplatzturnieres der Welt auf dem Programm.

Roger Federer – Nicolas Massu | 6:1 6:2 6:7 7:5

Die Nummer eins der Welt traf in Runde 3 auf den Sandplatzspezialisten Nicolas Massu. Die ersten beiden Sätze verliefen überraschend glatt mit 6:1 und 6:2 für den Schweizer. Massu hatte überhaupt keine Chance und fand erst gegen Ende des dritten Satzes zu seinem Spiel. Bei 5:4 Rückstand und Service Federers schaffte der Chilene überraschend das Break und rettete sich in die „Verlängerung“. Von nun an spielte Massu wie man es eigentlich von ihm gewohnt ist – sehr druckvoll und mit viel Selbstbewusstsein. Das Tiebreak und somit Satz 3 ging mit 7:4 an Massu.

Im ersten Game des vierten Satzes hätte Federer beinahe wieder ein Break hinnehmen müssen. Man hatte schon beinahe den Eindruck dass die Nummer eins heute eventuell wanken könnte. Federer wehrte jedoch 4 Breakbälle ab und sicherte sich das Game doch noch. Von nun an war es ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Federer machte in den Sätzen 3 und 4 ungewohnt viele Eigenfehler und ging viel zu selten ans Netz. Schlussendlich reichte es aber doch noch für ein 7:5 und den Sieg in 4 Sätzen.
Die ersten beiden Sätze waren sehr stark und beeindruckend von Federer, mit der Leistung in Satz 3 & teilweise auch Satz 4 wird er gegen ein Kaliber wie Nadal aber wenig Chancen haben.

Nicolas Kiefer – Tomas Berdych | 1:6 W.O.

Ein Spiel auf das ich mich schon sehr gefreut habe. Der junge Tscheche Tomas Berdych (Geb. 17.Sept.1985) und Nummer 20 der Weltrangliste gegen die Nummer 13 der Welt Nicolas Kiefer. Im direkten Duell der beiden stand es vor dieser Begegnung 2:0 für den Tschechen. Die Besucher dieser Partie hatten allerdings nicht viel von diesem Spiel. Der Deutsche musste nach Verlust des ersten Satzes (6:1) nach bereits 26 Minuten wegen Verletzung WO geben. Kiefer hatte sich am Mittwoch beim 5 Stunden Marathon gegen den Franzosen Marc Gicquel bei einem Sturz eine Handgelenksverletzung zugezogen. Paris ist nicht wirklich ein gutes Pflaster für den Deutschen, bereits letztes Jahr musste er im Achtelfinale wegen einer Verletzung frühzeitig aufgeben. Hoffentlich hat Kiefer nächstes Jahr mehr Glück! Tomas Berdych wird somit der nächste Gegner von Roger Federer sein.

David Nalbandian – Dmitry Tursonov | 2:6 5:7 6:4 6:2 6:4

Die erste Begegnung dieser beiden Spieler wird wohl beiden noch lange in Erinnerung bleiben. Geht man nach der Platzierung der beiden Spieler, so hätte es ein relativ leichtes Spiel für die Nummer 3 der Welt – David Nalbandian werden sollen. Dmitry Tursunov (Nummer 34 der Welt) machte es dem Argentinier jedoch alles andere als leicht. Nach den ersten beiden Sätzen sah es schon fast nach einer kleinen Sensation aus. Der Russe gewann die beiden Sätze mit 6:2 und 7:5. Dann drehte die Nummer 3 des Turnieres jedoch auf und gewann Satz 3 in 42 Minuten mit 6:4 und Satz 4 in 35 Minuten mit 6:2. Der Entscheidende fünfte und letzte Satz ging ebenfalls an Nalbandian, der einen 0:2 Satzrückstand nochmal wett machen konnte. Nach weit über 3h Spielzeit verwertete er den Matchball zum 6:4. Dass dies ein wirklich hart erkämpfter Erfolg war merkte man an der emotionalen Reaktion nach dem verwerteten Matchball. Im Achtelfinale wartet nun mit Vasallo Arquello ein Argentinischer Landsmann. Entscheiden wird sein, wie Nalbandian in der kurzen Zeit dieses anstrengende Match von heute wegstecken kann.

Gaudio, Davydenko, Ancic und Robredo weiter

Neben Federer, Berdych und Nalbandian schafften auch die Herren Gaston Gaudio, Nikolav Davydenko, Tommy Robredo sowie Mario Ancic den Aufstieg ins Achtelfinale. Beim Duell der beiden French Open Gewinner Gaston Gaudio (Gewinner 2004) und Juan Carlos Ferrero (Gewinner 2003) behielt der Argentinier Gaudio in 3 Sätzen mit 7:5, 7:5 und 7:6 (9:7) die Oberhand. Auch Davydenko hatte gegen den French Open Sieger von 1998 Carlos Moya wenig Probleme und zog suverän mit 6:1 7:5 6:3 ins Achtelfinale ein.

Keine Überraschungen bei den Damen

Bei den Damen setzten sich so ziemlich alle Favoritinnen durch. Hart kämpfen musste nur die Nummer 6 des Turnieres Elena Dementieva. Gegen die erst 17 jährige Viktoriya Kutuzova konnte sich die Russin erst nach 2 Stunden in einer sehr sehr engen Partie mit 3:6 6:0 und 6:4 zur Siegerin küren. Die junge Viktoriya Kutuzova aus der Urkaine ist aber auf alle Fälle ein riesiges Talent und eine großes Versprechen für die Zukunft.

Vorschau auf Morgen

Morgen stehten wieder sehr interessante Partien auf dem Plan. Neben Rafael Nadal und Martina Hingis werden auch wieder Justin Henin-Hardenne sowie Lleyton Hewitt im Einsatz sein. Das Highlight des morgigen Tages ist für mich aber das (allererste) aufeinandertreffen von James Blake (Nr.8 des Turnieres) und Gael Monfils (Nr.25). Das könnte wieder ein Match der allerfeinsten Sorte werden. Ich tippe und hoffe mal auf 5 spannende Sätze 🙂

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