Das wohl größte Vorurteil gegenüber Lehrer ist, dass diese kaum etwas arbeiten und unendlich viel Freizeit haben. Gegen die 2 Monate Sommerferien kommt ein Angestellter mit seinen 5 Wochen Urlaub im Jahr einfach nicht an. Aber wie sieht denn das Verhältnis wirklich aus, wieviel Tage im Jahr arbeiten Lehrer und wie viele Tage arbeiten normale Angestellte? Hier die Fakten, für das kommende Jahr 2014 – Sa. und So. zählen natürlich jeweils zu den Arbeitsfreien Tagen.

Vergleich Urlaubs- und Arbeitstage zwischen Lehrer und Angestellten

 
Lehrer
Angestellte
Freie Tage
Arbeitstage
Freie Tage
Arbeitstage
Jänner
12
19
10
21
Februar
13
15
8
20
März
10
21
10
21
April
14
16
9
21
Mai
11
20
11
20
Juni
13
17
11
19
Juli
31
0
8
23
August
31
0
11
20
September
8
22
8
22
Oktober
8
23
8
23
November
10
20
10
20
Dezember
15
16
11
20
Gesamt
176
189
115
250
Endergebnis abzüglich
5 Wochen Urlaub (25 Tage)
176
189
140
225

Das Ergebnis zeigt, dass das Vorurteil keines ist – sondern Lehrer tatsächlich weit mehr freie Tage im Jahr haben als normale Angestellte oder Arbeiter. 36 Tage weniger Arbeit im Jahr – das ist schon eine ganze Menge. Das heißt nach 10 Jahren hat ein Lehrer im Grunde um ein ganzes Jahr weniger gearbeitet – wow!

  1. „Hier die Fakten, für das kommende Jahr 2014 – Sa. und So. zählen natürlich jeweils zu den Arbeitsfreien Tagen. “
    Ja, klar, wir Lehrer arbeiten ja nur von 8-17 Uhr, der Rest ist Freizeit…

  2. Auch wenn du mein Namensvetter bist, schreibst du echt totalen Schwachsinn, Jürgen Koller!

    Als ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich, es kommt eine differenzierte Sichtweise dieser Angelegenheit. Was kam, war jedoch eine ignorante Aufstellung, die nur intendierte, die Vorurteile des Autors zu bestätigen.

    LEHRER ARBEITEN IN JEDEN FERIEN!
    LEHRER ARBEITEN JEDES WOCHENENDE!

    Des Weiteren muss ich mich den obigen Kommentaren anschließen, dass Lehrer an Schultagen im Durchschnitt definitiv mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten.

    Es gibt Studien, die besagen, dass diese Spezies ‚Lehrer‘ im Durchschnitt eine ca. 45 – STUNDENWOCHE hat. Es gibt natürlich auch Studien, die etwas anderes besagen. Es hängt in jedem Fall von der Schulart und der Fächerkombination ab und es spielen noch sehr viele weitere Faktoren eine Rolle.
    Auch ohne Berücksichtigung der höheren psychischen Belastung, welche die immer wiederkehrenden Erholungspausen rechtfertigen, arbeiten Lehrer mindestens genauso viele ArbeitsSTUNDEN pro Jahr, wie ein durchschnittlicher Angestellter.

    Die Veröffentlichung dieser Tabelle ist eine undifferenzierte und unfaire Sichtweise dieser Angelegenheit.
    Rechtliche Folgen werden gerade geprüft.

    • Was für ein lächerlicher Kommentar, kann nur von einem Lehrer kommen.
      Faulheit auf Kosten der Steuerzahler hat keine rechtlichen Folgen! Wenn überhaupt dann nur für sie als überbezahlter Beamter.

  3. Was von eine Schwachsinn – Schulfrei ist nie Arbeitsfrei! und mit die Lehrer die ich kenne, möchte ich nicht tauschen!

  4. Die Lehrer gehören alle nicht verbeamtet und sollten nach Leistung bezahlt werden. Lehrer arbeiten nachweislich viel weniger als Angestellt und lügen wenn es um ihre Arbeitszeit geht, was ja verständlich ist.

  5. Liebe Leute,

    wer schaut denn die Klausuren, die Klassenarbeiten und Tests nach? Wer sitzt in Konferenzen, führt Elterngespräche, bereitet Unterricht vor und nach, organisiert Klassenfahrten, koordiniert die Mittelstufe, Oberstufe etc.? Ich verbringe JEDES Wochenende am Schreibtisch und außer den Sommerferien auch alle Ferien…

    Wenn ein Lehrer aus der Schule kommt hat er eben nicht Feierabend und in den Ferien nicht frei – siehe oben!!!

    Wer selbst nicht in diesem Beruf arbeitet oder einen Partner in diesem Beruf hat, kann dies wohl nicht ernsthaft seriös beurteilen und haut gerne unreflektierte Vorurteile raus… sehr Schade!

  6. G.Meinhart schreibt:

    Arbeitszeit der Lehrer ca. 3Stunden täglich 180 Tage -davon kann ein Arbeiter nur träumen
    Dafür doppeltes Gehalt und 3fache Pension

  7. Es gibt hier zwei Kategorien von Authoren für Kommentare : offensichtliche Lehrer und Leute, die offensichtlich keine Lehrer sind bzw. sich mit der Thematik nich beschäftigt haben. Ich bin der Ehemann einer Lehrerin und stehe sozusagen zwischen den Stühlen.

    Vorurteil1 : Lehrer haben Feiertage? Wenn in einer Woche ein Feiertag ist, werden die zu leistenden Unterrichtsstunden auf die anderen Wochentage verlegt. Ein Lehrer muss also immer gleichviele Unterrichtsstunden bringen, egal wieviel Feiertage drin sind … schließlich dürfen die Schüler ja keinen Unterricht verpassen.

    Vorurteil2: Lehrerarbeit sind nur die Stunden, die sie vor der Klasse verbringen … Offiziell muss ein Lehrer mit einem 40h Vertrag 26 Unterrichtsstunden pro Woche halten. Doch natürlich ist er viel länger in der Schule. Nachfragen von Schülern, Klassen- und Notenbücher, Schreibarbeit, Gespräche, Vor- und Nachbereitungen der Stunden … und falls der Lehrer dann tatsächlich mal nach 8h oder mehr die Schule verläßt, erwartet ihn zuhause weitere Arbeit … Stunden vor und Nachbereiten … Klassenarbeiten und Leistungskontrollen Erarbeiten, Lehrpläne erstellen … meine Frau hat 330 Schüler und somit 330 Klassenarbeiten zu korrigieren .. wie lange braucht man für eine ? … Rechnet das mal hoch … und für Leistungskontrollen dann nochmal.

    Vorurteil3 : Lehrer haben in Ferien Urlaub. Ein Lehrer hat so viel zutun, das er froh ist, wenn er mal Ferien hat, damit er dazu kommt von dem großen Berg etwas abzuarbeiten und dafür nicht bis 23 Abends sitzen muss …

    Ich würde es mal so zusammenfassen : Lehrer werden einzig und allein für ihre Unterrichtsstunden vor den Klassen bezahlt, alles !!! andere ist Arbeit als Selbstständiger und zu eigenen Kosten. Gute Lehrer, die einen tollen Unterricht machen und sich dafür mehr Vorbereitsungszeit investieren bekommen genausoviel Gehalt wie ein Lehrer, dem alles egal ist und der den minimalen Einsatz bringt -> wohl mir der wichtigste Punkt, warum das Bildungssystem durch die Vergütungsmethode immer schlechter wird.

    Ich selbst bin fest angestellt in einer IT Firma. Ich habe es super gut! Ich gehe 8 Uhr auf Arbeit und gehe 16.30 Uhr wieder … und wenn ich meine Arbeit an dem einen Tag nicht geschaft habe, dann mache ich sie halt am anderen Tag weiter … schließlich bekomme ich JEDE EINZELNE MINUTE meiner Arbeit bezahlt.

    Bei meiner Frau ist das anders : es interessiert niemanden, wieviel Zeit sie in die ganze Arbeit außerhalb des Unterrichts in der Schule steckt … und wenn sie heute nicht fertig wird, morgen aber die Klausur schreiben muss, muss sie halt die Nacht durcharbeiten – bekommt aber trotzdem keinen Cent mehr.

    Auch sorgt die „selbstständige“ Arbeit dafür, dass sie jegliches Risiko tragen muss. Ich bei mir auf Arbeit der Computer defekt, kann ich halt nicht arbeiten … macht nix, ich bekomme die Zeit trotzdem bezahlt .. auch die zeit, die ich vielleicht selbst dran rumfummle … Aber wenn bei meiner Frau irgendwas unvorhergesehenes passiert, wodurch sie viel länger braucht, ist das allein ihr Risiko.

    Insgesamt wäre das Einführen einer Stechuhr für Lehrer wirklich ein riesiger positiver Schritt. Lehrer müßten dann entweder deutlich weniger Arbeiten oder mehr Geld bekommen … aber welche Schule will das schon.

    Also ich als „normaler Arbeitnehmer“ würde auf keinen Fall mit diesem Lehrerentlohnungsmodell tauschen wollen. Viel zu ungerecht für den Lehrer.

    Noch ein Hinweis am Rande : der Zeitaufwand für Lehrer ist in den ersten Jahren am größten. Ein Gymnasiallehrer, der frisch anfängt, muss sich erstmal für jede Klassenstufe (5 bis 12) und für jedes einzelne Thema des Lehrplanes seine Unterrichtsvorbereitung erarbeiten (also Tafelbilder, Powerpoint, Übungen, …) … Der Aufwand ist dermaßen imens, dass Lehrer normalerweise in den ersten 1 bis 2 Jahren bewußt nur eine Halbtagsstellen nehmen, weil sie schon wissen, dass sie trotzdem 50 bis 60 Stunden pro Woche investieren müssen. Wenn man schon ein paar Jahre Lehrer ist, zieht man einfach einen Ordner aus seinem Schrank, sucht das Thema raus und „fast“ schon fertig ist die Unterrichtsvorbereitung. … Aber bis dahin ist es ein ganz langer weg. Und selbst wenn ein Lehrer es tatsächlich irgendwann mal etwas besser hat … irgendwann muss ja mal der Ausgleich für 60h Arbeit pro Woche, aber nur 20h Bezahlung … und das über 1 bis 2 jahre, wieder reinkommen.

    Wie sagte eine gute Freundin und stellvertretende Direktorin eines Gymnasiums zu mir mal : Wer aufs Geld schaut, sollte nicht Lehrer werden. Lehrer ist was für idealisten, denen es mehr darum geht anderen etwas bei zu bringen. Der Einsatz an effektiven Arbeitsstunden im Vergleich zu Gehalt, ist besonders in den ersten 5 Jahren eines Lehrers (niedrige Gehaltsstufen) extrem schlecht. Da ändern die Ferien auch nicht mehr viel – in denen ein Lehrer übrigens auch Urlaub beantragen muss, von denen er je nach Arbeitgeber nur zwischen 24 und 30 Tagen pro jahr hat …

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