Als Betreiber von Blogheimat stellt man mir häufig die Frage weshalb ich so viel Zeit in das Portal investiere und was mich so an der Bloggerszene fasziniert. Als ich 2004 angefangen habe zu bloggen, war die Bloggerszene noch sehr überschaubar. Es gab keinerlei Social-Media Kanäle und vom Wort Influencer hat noch nie jemand etwas gehört. Dennoch hatte ich immer Spaß daran neue Beiträge zu verfassen, mich mit neuen Themen zu beschäftigen und mein Wissen und Erlebtes nach Außen zu tragen.

Sie inspirieren und machen Träume zur Realität

Genau dieser Punkt hat sich auch nach 14 Jahren und dem Einzug der Social-Media Plattformen nicht geändert. Blogger schreiben über ihre Hobbys und Leidenschaften, über Dinge die sie zum Lachen, Weinen oder Nachdenken bringen. Sie teilen sehr persönliche Momente aus ihren Leben, stellen ihre Expertisen umsonst zur Verfügung und inspirieren uns mit den aberwitzigsten Einfällen.

Darüber hinaus sind Blogger sehr interessierte und offene Personen, die alle ihre kleinen oder großen Ziele verfolgen und das Beste aus dem Leben machen wollen. Und so ist es faszinierend, wie sich diverse Blogger binnen kürzester Zeit weiterentwickeln und ihre Träume zur Realität machen. Sie machen sich selbstständig, schreiben Bücher, launchen ihr eigenes Modelabel oder ihre Schmuckkollektion. Sie organisieren Workshops, Festivals, geben Kochkurse oder Yogaunterricht, begeben sich in fremde Länder oder machen ihr liebstes Hobby zum Beruf.

Ein großes Stück Persönlichkeit zwischen den Zeilen

So verzerrt das Bild durch die Social Media Kanäle auch manchmal sein mag, wenn man auf den Blogs und zwischen den Zeilen liest, bekommt man immer wieder ein großes Stück Persönlichkeit und Realität präsentiert. Blogger nehmen das Leben wie es kommt und lassen uns an den guten als auch weniger guten Tagen teilhaben. Sie zweifeln, sie sind verletzt und traurig, manchmal auch einsam um kurz darauf wieder schwer verliebt und überglücklich zu sein. Geburten, Hochzeiten, abgeschlossene Studien und neue Lebensabschnitte. Wenn ich so nachdenke, repräsentieren Blogger das wahre Leben wohl besser als man denkt.

Schlussendlich ist es also die Vielfalt die mich fasziniert und dieses breite Spektrum an Interessen und Persönlichkeiten, die jeden Tag aufs neue so viele Geschichten und Bilder fabrizieren. Ich bin froh, ein Teil dieser Österreichischen Bloggerszene sein zu dürfen und freue mich immer wieder die Menschen hinter den Texten und Bildern kennenzulernen – da sie auch in der Realität genau so spannend, freundlich und lebensfroh sind wie man denkt und diese Welt einfach bereichern und ein Stück weit bunter machen.

Liebe Blogger, ich mag euch. Egal ob ihr kocht, bastelt, euch schminkt oder chic kleidet, tanzt, singt, programmiert, netflixt und Pizza esst, sportelt, euch betrinkt, krank seid und selbst bemitleidet, euch gerade neu erfindet, eure Haustiere ausführt oder mit Freude euer Gemüsebeet gießt. Bleibt so wie ihr seid und hört nie auf zu träumen und zu bloggen!

Euer Jürgen

  1. Allerliebst 🙂

    Ich hatte noch vor den Blogs, so gegen 1998(?), mit dem Online-Schreiben, um Wissen zu vermitteln, begonnen. (Daraus wurde dann ChiliCult.
    Das lässt mich umso mehr staunen, was so manche so schnell alles aus ihren Blogs und ihren Leben gemacht haben – und es motiviert, als „Altgedienter“ erst recht weiter zu machen, neue Leute kennenzulernen und, auf jeden Fall, zu sehen, dass das Leben auch für andere – nun ja, eben ein Leben ist.

    Manchmal dunkel, oft bunt, in so manchen Bahnen und doch gestaltbar, mit Interessen, die sich ändern oder gleich bleiben. Und ja, gerade wenn so viele sich so gerne beschweren, was denn diese Blogger und Konsorten sich einbilden, dass sie ihre Leben für so interessant halten – dann merkt man nur erst recht, dass es gerade das Persönliche hinter dem Wissen und den Fotos ist, dass diese Sache so interessant macht. Oder halt nicht.

  2. oh ja das hast du jz toll geschrieben 🙂 ich bin auch eine unter ganz vielen aber es macht so viel spaß u ich durfte schon einiges erleben u was noch viel wichtiger ist sehr tolle menschen kennenlernen!
    nebenbei: wow so lange bloggst du schon? echt respekt!
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

  3. Ich hab den Beitrag schon mal gelesen und heute will ich noch kurz was dazu schreiben. Ich blogge ja im Vergleich zu dir wirklich noch nicht lange, aber ich hab bis jetzt auch so das Gefühl als wäre da ein hoher Grad an Solidarität und Loyalität in den Blogger kreisen. Seitdem ich praktisch „public“ gegangen bin hab ich gleich total viel nette Worte bekommen und neue Bekannt- und Freundschaften schließen können. Ich finde das total schön, weil ich echt das Gefühl habe, akzeptiert zu werden wie ich wirklich bin. Dein Beitrag spricht mir also aus der Seele!

    • Ja es gibt bestimmt beide Seiten. Einerseits gibt es wirklich viele nette Leute und einen großen Zusammenhalt, andererseits gibt es auch einige die immer mal wieder ihre Ellbögen ausfahren und ein bisschen zu sehr auf sich selbst schauen. 🙂

  4. Claudia schreibt:

    Schön geschrieben ?
    Musste gerade ein wenig schmunzeln. Als ich damals zum ersten Mal das Wort Influencer in Verbindung zum Netz gehört habe, dachte ich es wäre ein neuer Virus unterwegs ??
    Ist noch immer ein Insider und mittlerweile bin ich selber infiziert. ???? LG

  5. Manchmal ärgere ich mich wenn die erste Frage in einer Barcampsession zu Blogs „Wie mache ich mit meinem Blog Geld“ lautet. Aber auch diese Frage ist natürlich legitim.
    Schön finde ich es aber, wenn ich in der großen breiten Landschaft BloggerInnen finde, die ganz „skurrile“ Themen aufgreifen, die so schreiben, wie es ihnen gerade am Herzen liegt. Ein Blog ist ein Werkzeug. Und so wie ich mit einer Küche von Eintopf (der auch sehr gut schmecken kann) bis zum 8gängigen Luxus-Gericht alles zaubern kann, so kann man so ein Blog mit allem gefüllt werden, was das so an Ideen weltweit da ist.
    Somit: Blog as you blog can (oder so ähnlich 😉

    • Die Frage nach dem Geld verdienen wird dir wirklich noch gestellt? 🙂
      Aber ja – inzwischen gibt es wohl wirklich nichts was es nicht gibt bzw. kann man auch selbst immer mal einen Ausflug wagen und über Gott und die Welt schreiben wenn’s einen freut. Sofern man nicht davon lebt und seiner Leserschaft treu bleiben muss.

  6. Toller Artikel, es ist tatsächlich so. Ich liebe auch di eprivaten Blogs, jene, die einfach zum Spaß betrieben werden und bei denen sich der Schreiber nicht dem Wahnwitz unterwirft, dem alle folgen, Influencer oder Berufsblogger werden zu müssen weil das ja so verdammt cool ist…

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